U-Boot Glossar

Es gibt viele Fachbegriffe die man nicht versteht. Hier könnt ihr euch informieren.

Bruttoregistertonne (BRT)

Der Bruttoraumgehalt wird von den nationalen Vermessungsbehörden nach internationalen Vermessungsvorschriften festgelegt. Er entspricht beim Schiff dem gesamten umbauten Raum einschließlich der Aufbauten und wird in BRT gemessen.

1 BRT = 2,83 m³


Druckkörper

Er ist der Hauptteil des U-Bootes, der dem Tauchdruck standhalten muß.


Funkmeß

Deutsche Bezeichnung für Radar.


Funkmeßbeobachtungsgerät (FuMB)

Passiv arbeitendes Gerät zum Empfang ausgesandter Radarortungsimpulse.


Funkmeßortungsgerät (FuMO)

Aktiv arbeitendes Gerät, das Radarimpulse zur Ortung eines gegnerischen Zieles (z.B. Schiff oder Flugzeug) aussendet und deren Echo zur Richtungs- und Entfernungsfeststellung empfängt.


Knoten

Eine Seemeile (1853 m) pro Stunde.


Leitender Ingenieur

Abkürzung: L.I. Der auf einem U-Boot für den gesamten technischen Bereich einschließlich der Tauchmanöver verantwortliche Ingenieuroffizier


Luk

Öffnung im Bootskörper eines U-Bootes, z.B. Turmluk (zum Verstauen von Torpedos in den Bug- und Heckraum).


Radar

Engl.: Radio Detecting and Ranging. Ein in den 30er Jahren entwickeltes Verfahren, um die Position eines Zieles nach Richtung und Entfernung zu betimmen. Hierbei werden Hochfrequenzimpulse ausgesandt, die - vom Ziel reflektiert - als Echo zurückkehren.


Regelzellen

Regelzellen befinden sich mittschiffs innerhalb des Druckkörpers und dienen dazu, das Gewicht des Bootes so zu regeln, das es der druckfesten Unterwasserverdrängung entspricht. Im getauchten Zustand stellt das Aufblasen der Regelzellen schnell den Auftrieb wieder her. Mit ihnen wird auch der Verbrauch von Proviant, Frischwasser, Brennstoff usw. ausgeglichen.


Schusswinkel

Der Winkel, auf den die Kreiselkompaß-Steuerung des Torpedos vor dem Abschuss eingestellt wird. Bei "Lage Null" (Winkel von null Grad) stimmt der Kurs des Torpedos mit dem des schießenden U-Bootes überein. Alternativ hierzu kann ein Torpedo auch auf einen spitzwinkeligen Kurs oder auf Richtungsänderung nach links oder rechts nach Durchlaufen der Sperrstrecke eingestellt werden.


Seemeile

1853 m (englisch); eigentlich 1854,97 m.


Sehrohr (Periskop)

Ein optisches Instrument, um über ein Hindernis hinweg ein Objekt zu erkennen. Vom Grundprinzip her besteht es aus zwei parallelen Spiegeln, die in räumlicher Entfernung angeordnet sind. Aus einem getauchten Unterseeboot heraus ermöglicht das Sehrohr den Blick über die Wasseroberfläche.


Tauchzellen

Bei Überwasserfahrt schwimmt das Boot auf den Luftpolstern in den Tauchzellen. Beim Tauchen werden die Entlüftungsklappen (oben) geöffnet, die Luft entweicht und Seewasser dringt durch die Flutklappen (unten) ein. Danach werden die Entlüftungsklappen geschlossen. Bei Unterwasserfahrt verleihen die Tauchzellen dem Boot den erforderlichen Auftrieb. Beim Auftauchen wird das Seewasser durch Druckluft ausgeblasen. Bei Brennstoff/Tauchzellen wird der verbrauchte Brennstoff durch Seewasser ersetzt.


Tiefenruder

Sie haben Ähnlichkeit mit Seitenflügeln und sind vorn und hinten jeweils paarweise drehbar am Bootskörper angebracht. Mit ihnen wird aus dem Bootsinneren die Aufwärts- oder Abwärtsfahrt des U-Bootes gesteuert.


Trimmtauchen

Trimmtauchen wird auch als Prüfungstauchen bezeichnet. Probetauchen eines Unterseebootes zum Ermitteln der für den Gleichgewichtszustand erforderlichen Trimm.


Trimmzellen

Sie befinden sich innerhalb des Druckkörpers vorn und hinten und sind über die Trimmleitung miteinander verbunden. Ihre Aufgabe besteht darin, den Gewichtsschwerpunkt des Bootes senkrecht unter den Verdrängungsschwerpunkt zu bringen, damit das Boot nullastig (d.h. weder vor noch nachlastig) eingesteuert werden kann (Herstellung des Gleichgewichtszustandes). "Trimm" ist die Schwimmlage eines Bootes in der Längsrichtung.


U-Boot-Zieloptik (UZO)

Doppelglas mit leuchtendem Fadenkreuz zur Zeilerfassung für den Überwasserschuss, das auf dem Torpedozielgerät auf der Brücke angebracht ist und dem Vorhaltrechner automatisch Richtungs- und Entfernungsangaben liefert.


Untertriebszelle

Sie befindet sich mitschiffs innerhalb des Druckkörpers. Um ein U-Boot so schnell wie möglich unter Wasser zu bringen, wird die Untertriebszelle geflutet, d.h. ein zusätzlicher Untertrieb wird hergestellt. Sie muß nach dem Tauchmanöver sofort wieder ausgeblasen werden, um das Boot einsteuern zu können.


Vorhaltrechner

Elektromechanischer Abweichungsrechner im U-Boot, der die Kreiselkompaß-Steuerung des Torpedos im Rohr mit den Angriffsdaten versorgt.


Wasserverdrängung

Das Verdrängungsvolumen des Bootes multipliziert mit dem spezifischen Gewicht des Wassers (1,015) ergibt den Auftrieb Dies entspricht Bootsgewicht bzw. der Wasserverdrängung. Bei U-Booten wird das Verdrängungsvolumen immer nach der Wasserverdrängung über und unter Wasser abgegeben.


Zentrale

Die Zentrale ist das "Gehirn" eines U-Bootes und befindet sich direkt unter dem Kommandoturm. Von hier aus wird das Unterseeboot bei Tauchfahrt geführt.

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